Das Projekt leiteten Nicole Best von der Diakonie Altenkirchen und Antje Daub-König von der Diakonie Betzdorf, denen an dieser Stelle für ihr Engagement ausdrücklich gedankt sei. Beide führen im Rahmen ihrer Tätigkeit Schwangerenberatungen und Schwangerenkonfliktberatungen durch. Während des Projekts konnten einige Schülerinnen ganztägig – auch über Nacht – eine Babypuppe mit nach Hause nehmen. Sieben nutzten diese einmalige Gelegenheit. Zuvor wurden die Puppen so programmiert, dass sie in einem festgelegten Zeitraum bestimmte Pflegemaßnahmen wie Wickeln, Wiegen oder Füttern von ihren „Pflegemüttern“ einfordern. Die computergestützte Auswertung erfolgte mit dem gesamten Kurs immer am nächsten Vormittag in der Schule. Dabei zeigte sich, dass alle Mädchen ihre Aufgaben „als Mütter“ ernst nahmen, aber auch feststellen mussten, dass man mit einem Baby die eigenen Bedürfnisse stark einschränken muss. Bei den Gesprächen über Kinderpflege zeigten sich auch die Jungen interessiert und konnten sich mit ihren Ideen einbringen. Zudem wurden auch weiterführende Fragen, wie viel ein Kind kostet und wo man Unterstützung und finanzielle Hilfe erhalten kann, geklärt. Mit einem Quiz über Männer, Frauen, Sexualität und Verhütung endete am dritten Tag das gelungene Projekt.

Bericht und Foto: Diana Hedwig