Nach der Lesung aus ihren Buch „Erinnerungen“ trug Esther mit ihrem Sohn Joram und dem Musiker Kutlu Lieder gegen Rassismus vor. Dabei wurden auch Songs in jiddischer, italienischer und türkischer Sprache „gerappt“.
Die 65 anwesenden Schülerinnen und Schüler der Religions- und Ethikkurse aus Klassenstufe 13 waren bewegt und begeistert von der Lebenskraft, die Esther Bejarano ausstrahlte. „Ich habe zum ersten Mal eine Auschwitz-Überlebende zuhören dürfen. Es hat mich sehr berührt,“ so eine Schülerin später. Ein Schüler ergänzte: „Ich habe die kleine Person zwar nicht so gut sehen können, aber von ihr ging eine sagenhafte Energie aus!“
Mit dem Lied „Sag nie, dass du den letzten Weg gehst!“ erinnerte Esther Bejarano an den jüdischen Widerstand gegen die Nationalsozialisten. „Lasst euch nicht unterkriegen! Tretet für Freiheit und Gerechtigkeit für alle Menschen ein!“ Das, so Esther Bejarano, gelte insbesondere heute, wo rechtsradikale Menschen wieder andere ausgrenzen, verunglimpfen und auch vor Morden nicht zurückschrecken.

Bericht: Thomas Rössler-Schaake
Foto: Michael Wertebach