Die beiden dreizehnjährigen Schülerinnen Lea Wendt und Leonie Wendt aus der Klasse 8d der Integrierten Gesamtschule Hamm/Sieg nahmen in diesem Schuljahr am rheinland-pfälzischen SCHUMAN-Programm teil. Dabei handelt es sich um einen individuellen Schüleraustausch mit Lothringen, Belgien oder Luxemburg, der unabhängig von Partnerschulkonzepten durchgeführt werden kann. Mit Unterstützung ihrer Französisch-Lehrerin Anne Müller-Perrichon bewarben sich die beiden Mädchen für die Region Lothringen und ihre Bewerbungen hatten Erfolg. So verbrachte Leonie Wendt vor Kurzem zwei Wochen bei Aglaee Baehr in Metz und Lea Wendt zwei Wochen bei Laurianne Grosse in Straßburg. Anfang November fand nun der Gegenbesuch der gleichaltrigen Französinnen, die ihrerseits Deutsch lernen, im Westerwald statt.

Berufe hautnah erleben konnten die Praxistagschülerinnen und -schüler sowie die Schülerinnen und Schüler der Stufe 12 am Freitag, 04.11.2016, auf der Messe „Berufe live“ in Köln. Die Praxistaggruppe fuhr in Begleitung von Dirk Zander (Lehrer), Kerstin Landwehr (pädagogische Fachkraft) und Kornelia Enders-Gehrke (Berufsberaterin der Agentur für Arbeit).

„Sag nie, dass du den letzten Weg gehst!“ Mit diesem Lied setzte Esther Bejarano einen besonderen Akzent, der Mut zum Leben geben sollte, auch in den schwierigsten Situationen.
Auf Initiative von Schulpfarrer Thomas Rössler-Schaake besuchte Esther Bejarano zusammen mit ihrem Sohn Joram Bejarano und dem Rap-Musiker Kutlu Yurtseven unter Leitung des DGB Ende Oktober für eine Lesung mit Konzert die IGS Hamm/Sieg.
Esther Bejarano, 91 Jahre alt, wurde 1924 in Saarlouis geboren. Ihr Vater war dort Kantor der jüdischen Gemeinde. 1943 wurde sie als junge Frau ins KZ Auschwitz deportiert. Ihre Mitarbeit im Lagerorchester gab ihr eine Überlebenschance: Sie musste nicht am Programm „Tod durch Arbeit“ teilnehmen, sie spielte im Orchester Akkordeon. Ihre Mutter und eine Schwester wurden in Auschwitz ermordet. Gegen Ende des Krieges mussten viele Gefangene die Konzentrationslager verlassen und sich auf die sogenannten Todesmärsche begeben. Hier gelang ihr im April 1945 die Flucht. Ihre persönliche Geschichte der „Befreiung“ war besonders bewegend. In einem mecklenburgischen Dorf spielte sie wieder Akkordeon: Dieses Mal aber zusammen mit amerikanischen und russischen Soldaten, die das Ende des Krieges feierten und tanzten.

Am Dienstag, den 25.10.2016, besuchten die Deutsch-Leistungskurse der Stufe 12 in Begleitung der Lehrkräfte Dr. Janine Bohlinger, Claudia Birk-Gehrke und Diana Hedwig das Goethe-Haus in Frankfurt. Zwei Stunden nach der Abfahrt von der IGS Hamm/Sieg erreichten sie ihr Ziel und erhielten, in zwei Gruppen aufgeteilt, je eine Führung durch das Gebäude selbst und eine thematische Schwerpunktführung zum Thema Romantik. Bei der Führung durch das nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wiederaufgebaute Haus, wurde den Schülerinnen und Schülern das Leben Johann Wolfgang von Goethes und seiner Familie näher gebracht. Dabei konnten sogar original Mobiliar, Gemälde und Unikate der Familie betrachtet werden.

Zum Thema Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert unternahmen die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte und des Grundkurses Sozialkunde (Klassenstufe 13) in Begleitung des Lehrers Michael Wertebach eine Exkursion nach Bonn. Diese wurde in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr durchgeführt, die auch die Kosten für die Fahrt übernahm. Im Bundesministerium der Verteidigung auf der Hardthöhe in Bonn fand am Vormittag ein Seminar mit Diskussion zu IS, Al Quaida und Syrien-Konflikt mit einem Jugendoffizier der Bundeswehr statt. Am Nachmittag folgte ein Besuch im Haus der Geschichte, so dass der Ganztagesausflug den Oberstufenschülern zahlreiche Anknüpfungspunkte an die Themen der Jahrgangsstufe 13 in den Fächern Geschichte und Sozialkunde bot.

Foto: Schule
Bericht: Diana Hedwig