„Sag nie, dass du den letzten Weg gehst!“ Mit diesem Lied setzte Esther Bejarano einen besonderen Akzent, der Mut zum Leben geben sollte, auch in den schwierigsten Situationen.
Auf Initiative von Schulpfarrer Thomas Rössler-Schaake besuchte Esther Bejarano zusammen mit ihrem Sohn Joram Bejarano und dem Rap-Musiker Kutlu Yurtseven unter Leitung des DGB Ende Oktober für eine Lesung mit Konzert die IGS Hamm/Sieg.
Esther Bejarano, 91 Jahre alt, wurde 1924 in Saarlouis geboren. Ihr Vater war dort Kantor der jüdischen Gemeinde. 1943 wurde sie als junge Frau ins KZ Auschwitz deportiert. Ihre Mitarbeit im Lagerorchester gab ihr eine Überlebenschance: Sie musste nicht am Programm „Tod durch Arbeit“ teilnehmen, sie spielte im Orchester Akkordeon. Ihre Mutter und eine Schwester wurden in Auschwitz ermordet. Gegen Ende des Krieges mussten viele Gefangene die Konzentrationslager verlassen und sich auf die sogenannten Todesmärsche begeben. Hier gelang ihr im April 1945 die Flucht. Ihre persönliche Geschichte der „Befreiung“ war besonders bewegend. In einem mecklenburgischen Dorf spielte sie wieder Akkordeon: Dieses Mal aber zusammen mit amerikanischen und russischen Soldaten, die das Ende des Krieges feierten und tanzten.

Am Dienstag, den 25.10.2016, besuchten die Deutsch-Leistungskurse der Stufe 12 in Begleitung der Lehrkräfte Dr. Janine Bohlinger, Claudia Birk-Gehrke und Diana Hedwig das Goethe-Haus in Frankfurt. Zwei Stunden nach der Abfahrt von der IGS Hamm/Sieg erreichten sie ihr Ziel und erhielten, in zwei Gruppen aufgeteilt, je eine Führung durch das Gebäude selbst und eine thematische Schwerpunktführung zum Thema Romantik. Bei der Führung durch das nach der Zerstörung im zweiten Weltkrieg wiederaufgebaute Haus, wurde den Schülerinnen und Schülern das Leben Johann Wolfgang von Goethes und seiner Familie näher gebracht. Dabei konnten sogar original Mobiliar, Gemälde und Unikate der Familie betrachtet werden.

Zum Thema Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert unternahmen die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte und des Grundkurses Sozialkunde (Klassenstufe 13) in Begleitung des Lehrers Michael Wertebach eine Exkursion nach Bonn. Diese wurde in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr durchgeführt, die auch die Kosten für die Fahrt übernahm. Im Bundesministerium der Verteidigung auf der Hardthöhe in Bonn fand am Vormittag ein Seminar mit Diskussion zu IS, Al Quaida und Syrien-Konflikt mit einem Jugendoffizier der Bundeswehr statt. Am Nachmittag folgte ein Besuch im Haus der Geschichte, so dass der Ganztagesausflug den Oberstufenschülern zahlreiche Anknüpfungspunkte an die Themen der Jahrgangsstufe 13 in den Fächern Geschichte und Sozialkunde bot.

Foto: Schule
Bericht: Diana Hedwig

Ende September wanderten alle neuen Fünftklässler gemeinsam mit ihren Klassenlehrer/innen nach Rosbach, um sich dort drei Tage lang kennenzulernen und die Klassengemeinschaft zu stärker. Über die Wanderung zur Jugendherberge schrieb ein Schüler der Klasse 5d: „Wir liefen und liefen. Es war ganz schön anstrengend.“ Alle freuten sich umso mehr auf die Ankunft und waren sich im Nachhinein auch einig, dass die gemeinsame Zeit schön war, das Essen gut schmeckte und sich alle über die Trinkflasche – ein Geschenk der Jugendherberge – freuten. Neben Wanderungen und der Besichtigung der Grube Silberhardt, einer mittelalterlichen Silbergrube, standen Spiele mit den Schulsozialarbeiterinnen zur Stärkung des Gruppenzusammenhalts auf dem Programm. Auch die Tischtennisplatte, der Kicker und selbst mitgebrachte Spiele wurden gern genutzt. Natürlich fehlten auch das abendliche Stockbrotbacken am Lagerfeuer und die Disco, bei der alle gemeinsam feiern durften, bevor sie müde in die Betten fielen, nicht.

Foto und Bericht: Diana Hedwig

 

Zu Beginn des neuen Schuljahres fanden für alle Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe Workshops statt, die den Umgang mit Smartphone, Computer und Co. thematisierten. Dies ist besonders wichtig in einer Zeit, in der digitale Medien aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken sind.
Themenschwerpunkt der Fünftklässler war dabei das Thema Cybermobbing. In der Klassengemeinschaft wurde besprochen, wie man sich fühlt, wenn man sich „blöde Sprüche“ anhören muss und deren Ernsthaftigkeit direkt spürt, wie schnell geschriebene Worte auch falsch verstanden und verbreitet werden können oder welche scheinbaren Gründe es für Mobbing gibt. Dabei wurden auch die rechtlichen Folgen von falschem Verhalten im Internet deutlich dargestellt. Wo man im Ernstfall als Betroffener Hilfe bekommt und wie man angemessen mit WhatsApp und anderen Online-Anwendungen umgeht, stand deshalb im Mittelpunkt. Deshalb arbeitete jede Klasse gemeinsam Regeln im Umgang mit dem Smartphone aus, um von Anfang an eine gute Grundlage für ein harmonisches Miteinander zu schaffen.